Facts & Figures

(Quelle: Satellitenkonto Haushaltsproduktion 2013, BFS)

Zahlen und Fakten zu unbezahlter Arbeit und Care-Arbeit

  • Der Wert der unbezahlten Arbeit in der Schweiz beträgt rund 401 Milliarden Franken. Dies sind rund 41 % der Bruttowertschöpfung der um die Haushaltsproduktion erweiterten Gesamtwirtschaft.
    (Satellitenkonto Haushaltsproduktion 2013, BFS)
     
  • 62 % der unbezahlten Arbeit wird von Frauen übernommen.
    (Satellitenkonto Haushaltsproduktion 2013, Arbeitsvolumenstatistik 2013, BFS)
     
  • Weil die Zahl und der Anteil der über 80-Jährigen in der Schweiz steigen, wächst auch der Pflegebedarf: schätzungsweise von 125’000 Pflegebedürftigen im Jahr 2010 auf zwischen 170’000 und 230’000 im Jahr 2030. Die Zahl der Demenzerkrankten dürfte im gleichen Zeitraum um 75 % ansteigen.
    (Höpflinger et al. 2011)
     
  • Schätzungen gehen von zwischen 5000 und 30 000 Care-Migrantinnen aus, die in der Schweiz arbeiten. Sie sind mehrheitlich weiblich und stammen primär aus Polen, Ungarn und Ostdeutschland.
    (B,S,S. Volkswirtschaftliche Beratung, 2016)
     
  • Wer Betreuungs- und Pflegearbeit oder niedrige Teilzeitpensen übernimmt, hat ein tiefes oder gar kein Einkommen und ist somit auch häufig nur unzureichend sozial abgesichert. Eine Folge ist ein erhöhtes Armutsrisiko auch im Alter.
    (Bonoli et. al. 2016)
     
  • Frauen erhalten jährlich durchschnittlich 37,1 % weniger Altersrenten als Männer.
    (Bundesamt für Sozialversicherungen 2016)