Betreuung von betagten Menschen: eine Herausforderung für Erwerbstätige

Angesichts des demografischen Wandels und der Zunahme an berufstätigen Frauen gewinnt das Thema Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Angehörigenbetreuung zunehmend an Brisanz. Die neueste Studie von metrobasel beleuchtet das Spannungsfeld sowohl aus der Perspektive von Firmen als auch von betroffenen Arbeitnehmenden. In Zusammenarbeit mit der Familienfreundlichen Wirtschaftsregion Basel stellt der Think Tank heute Abend die Untersuchung vor. Eine hochkarätig besetzte Podiumsrunde diskutiert anschliessend die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen.

Viele Menschen stehen vor der Herausforderung, ihre berufliche Tätigkeit mit der Betreuung von betagten Angehörigen unter einen Hut zu bringen. Wie die metrobasel-Studie «Aging – Betreuung» deutlich aufzeigt, messen Betroffene der Vereinbarkeit grosse Bedeutung bei. Sie erbringen die Betreuungsarbeit grösstenteils während klassischen Erholungszeiten (Feierabend, Wochenende etc.) und können die Dauer der Betreuungssituation nicht abschätzen. Dies führt dazu, dass sie vermehrt unter körperlichen und psychischen Belastungserscheinungen leiden.

Die metrobasel-Studie «Aging – Betreuung» leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass verschiedene Massnahmen für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Betagtenbetreuung diskutiert und Lösungen gefunden werden können.

Eine gewinnbringende Investition

Die Handlungsempfehlungen der Studie richten sich sowohl an betroffene Arbeitnehmende als auch an Unternehmen und Politik. «Denn nur gemeinsam können wir diese Herausforderung meistern», so Leila Straumann, Leiterin Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern des Kantons Basel-Stadt. «Investitionen in die Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenbetreuung sind im Interesse aller: Frauen und Männer können sowohl im Beruf als auch in der Familie Verantwortung übernehmen. Firmen verfügen über motivierte und leistungsfähige Mitarbeitende. Und die öffentliche Hand profitiert, da unser Gesundheitssystem auf diese wichtige Betreuungsarbeit von Angehörigen angewiesen ist.»

Die Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel setzt sich für familienfreundliche Arbeits- und Rahmenbedingungen in der Wirtschaftsregion Basel ein. Als Public Private Partnership, koordiniert von der Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern Basel-Stadt, dient sie dem Austausch und der Vernetzung von privaten und öffentlichen Arbeitgebenden, Wirtschaftsverbänden und Verwaltungsstellen. Im Rahmen ihres aktuellen Jahresschwerpunktthemas «Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege» führt die Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel die heutige öffentliche Veranstaltung in Kooperation mit metrobasel durch. Sie findet um 18.00 Uhr im Zentrum für Lehre und Forschung des Universitätsspitals Basel statt.

Hinweise:

Das Programm zur Veranstaltung finden Sie auf www.familienfreundliches-basel.ch.
Die komplette Studie «Aging – Betreuung» steht Ihnen ab morgen Dienstag auf www.metrobasel.org zur Verfügung.

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